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Misten Sie jetzt Ihre Geschäftsunerlagen aus!

Wer den Jahreswechsel noch nicht genutzt hat, überfällige Geschäftsunterlagen zu entsorgen, kann dies natürlich auch in den ersten Januartagen noch tun, wenn das Jahresendgeschäft endgültig abgeklungen ist und im Geschäftsverlauf eine Atempause eingelegt werden kann.

Aufbewahrungsfristen für Geschäftsbücher, Bilanzen und Briefe

Ein Unternehmer muss Geschäftsbücher, Inventare, Bilanzen und sonstige zu führende Bücher zehn Jahre lang aufbewahren – gleichgültig, ob diese digital oder auf Papier vorliegen. Verschickte oder erhaltene Handels- und Geschäftskorrespondenz muss grundsätzlich sechs Jahre lang aufbewahrt werden. Nicht aufbewahrungspflichtig.sind Kalender oder Arbeits- und Fahrberichte, Angebote, die nicht zu einem Auftrag geführt haben, oder Halbjahresbilanzen

Das können Sie jetzt entsorgen

Folgende Unterlagen, die bis zum 31. Dezember 2012 erstellt wurden, können Sie jetzt dem Reißwolf übergeben:

  • Schriftwechsel und Geschäftsbriefe
  • Versicherungspolicen (nach Ablauf)
  • Finanzberichte
  • Betriebsprüfungsberichte
  • Jahresabschlusserklärungen
  • Angebote mit Auftragsfolge
  • Bankbürgschaften und Darlehensunterlagen
  • Exportunterlagen
  • Lohnkonten
  • Mahnbescheide
  • Geschenknachweise
  • Kalkulationsunterlagen

Folgende Unterlagen, die bis zum 31. Dezember 2008 erstellt wurden, können Sie jetzt vernichten:

  • Jahresabschlüsse
  • Buchungsbelege, also beispielsweise Ausgangs- und Eingangsrechnungen, Kassenzettel, Lieferscheine
  • Quittungen
  • Kontoauszüge
  • Jahresbilanzen
  • Inventare
  • Kassenberichte
  • Kredit- und Steuerunterlagen
  • Prozessakten

Aber bitte beachten Sie: Für Jahresabschlüsse, Bilanzen, Lageberichte und Inventare ist auf das Kalenderjahr der Erstellung abzustellen. Beispiel: Der Jahresabschluss für 2008 wurde im Jahr 2010 erstellt. Da er ab dem Jahr, in dem er erstellt wurde, zehn Jahre aufzubewahren ist, darf er erst ab dem 1.1.2021 vernichtet werden. Die Aufbewahrungsfrist für Verträge beginnt erst nach dem Ende der Vertragsdauer zu laufen.

Und die zehnjährige Aufbewahrungsfrist gilt nur unter der Voraussetzung, dass alle Steuerbescheide bestandskräftig sind. Das ist der Fall, wenn Sie nicht innerhalb eines Monats nach Erhalt des Steuerbescheids Einspruch eingelegt haben, der Steuerbescheid nicht vorläufig ist und er nicht unter dem Vorbehalt der Nachprüfung steht.

Quelle: startothek-News vom 09.01.2019